Bergwanderwoche 2025 im Allgäu

Die Bergwoche vom 31. August bis 7. September im Kleinwalsertal Mit großer Erwartungshaltung wurden wir, per Bustransfer von der Burghauser Firma Brodschelm, nach Riezlern gefahren. Viele unserer Bergfreunde nutzten gleich am Anreisenachmittag die Gästekarte, um bei bestem Wetter mit der Kanzelwand-Seilbahn zu fahren und den gleichnamigen Gipfel zu besteigen. Die Kanzelwand ist ein 2058 m hoher Nebengipfel der Oberstdorfer Hammerspitze in den Allgäuer Alpen. Es gab auch 2 Regentage, die für alle in die Breitachklamm und am anderen Regentag in das Schwarzwasser-Tal und zur Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf führten. Die Touren wurden von Harald geplant und Unterstützung erhielt er von den Wanderführern Jutta, Sabine, Hans und Max, denen wir für ihren Einsatz danken. Es ging auch zum Walmendinger Horn, zum Fellhorn und Söllereck, dem Widderstein, zum Hahnköpfle beim Hohen Ifen, Kuhgehrenspitze und Grünhorn. Die Walser Hammerspitze, der Hohe Ifen, der Gottesacker und das Nebelhorn, waren besonders beeindruckende Touren. Mit der Gästekarte konnte man die Busse und Seilbahnen so oft kostenlos nutzen wie man wollte. Unser Hotel war wieder mal ein super Glücksgriff, mit Sauna und Hallenbad ausgestattet, um sich nach den Wanderungen zu regenerieren. Die Hotelchefin war immer nett und freundlich, trotz der vielen Arbeit. Wir profitierten von einem super guten Essen, auch ohne einem Auswahlmenü. Wir sagen „Danke“ an unsere Bergfreunde, für ihren umsichtigen, unfallfreien und kameradschaftlichen Zusammenhalt. Abends saßen wir immer in gemütlicher Runde beisammen. Und zu guter Letzt, waren alle so begeistert und des Lobes voll, dass sie sich das Kleinwalsertal noch einmal gewünscht haben! Harald und Angelika!

Der Kleine Göll – zu Unrecht im Schatten des Hohen Gölls

Unsere Idee: Eine Sektionsübergreifende Tour mit dem DAV Teisendorf. Die Ausführung dieser begann beinahe mit einem "doppelten Fehlstart". Die Herausforderung der Burghauser: das „Schlüsselkasterl“ für den Sektionsbus befand sich nicht mehr an gewohnter Stelle. Dank Ludwigs Spürsinn wurde trotzdem der Autoschlüssel schnell gefunden und wir waren alle pünktlich unterwegs. Aus Teisendorf vernahmen wir zwischenzeitlich die Nachricht, dass es auch hier Startprobleme gab: deren hochmoderne digitale App zum Öffnen des dortigen DAV-Buses hatte versagt. Und somit begaben sie sich verspätet auf die Reise. In Golling angekommen, marschierte die achtköpfige Gruppe aus Burghausen zunächst alleine los. Völlig menschenleer konnten wir am unteren Part der Wanderung  den beeindruckenden Wasserfall bestaunen. Anschließend ging es schnell sehr stramm steil bergauf. Als wir den Bergwald verließen, war auch schon das meiste geschafft. Nach ein paar weiteren Minuten mit etwas Hand an der felsigen Passage anlegen, stehen wir am Gipfel mit der weiten Aussicht über das Tennengau und auf der anderen Seite zum Untersberg, der Rossfeldstrasse und dem Kuchler Kamm, der sich hinüber zieht zum Hohen Göll. Es dauerte schließlich nur wenige  Minuten und schon kam auch unsere „Verfolgertruppe“ aus Teisendorf an. So stehen nun 16 Personen gleichzeitig am einsamen Gipfel. Vermutlich herrscht selten so ein Trubel hier wie gerade an diesem Tag. Als es ans Abmarschieren ging, schieden sich die Geister, ob nun der Bärenstuhl-Gipfel im Abstieg noch „schnell“ mitgenommen werden soll, oder doch lieber nicht. Da Übungsleiter in ausreichender Anzahl vorhanden waren, machte sich ein Teil gemütlich auf den Weg nach unten. Die beiden anderen Gruppen bestiegen noch den Gipfel des Bärenstuhls. Treffpunkt war schließlich der  Wirt im Tal, wo wir uns nach und nach alle einfanden und noch bei einem gemütlichen Ratsch den Tag ausklingen lassen konnten. Es war ein gelungener Tag und im nächsten Jahr wird es bestimmt eine Wiederholung der Kooperationstour geben. Laßt euch überraschen. Vielen Dank an meine Mitorganisatorin Bettina Köllerer vom DAV Teisendorf und nicht zuletzt an meine „zachen“ Mitgeher(-innen) Ludwig, Edeltraud, Renate, Maria, Simone, Babsi und Christian.

Kloane Reibn

Etwas pessimistisch wegen der schlechten Wetterprognose aber auch optimistisch, dass es doch so schlimm nicht kommen werde, machten wir uns mit dem DAV-Bus auf Richtung Hinterbrand. Auf dem Weg hinauf über die Mitterkaseralm verzogen sich Wolken und Nebelschwaden immer mehr und bei herrlichem Sonnenschein erreichten wir das Stahlhaus. Alle waren „auf Betriebstemperatur“ und nach einer kurzen Trinkpause machten wir uns gleich an den Anstieg zum Schneibstein. Etwas herausfordernd war der Pfad im Mittelteil, bei dem es recht batzig war und die Felsen entsprechend rutschig. Mit entsprechender Vorsicht ließen wir die Passage hinter uns und standen schließlich völlig alleine bei 2.276m auf dem Gipfel. Nach dem obligatorischen Gipfelfoto und einer wohl verdienten Brotzeit machten wir uns wieder auf den Weg hinab zur Windscharte und weiter zum Seeleinsee. Mittlerweile sorgten dort aufziehende Nebelschwaden und Wolken für schon fast mystische Stimmung über dem See und den herum aufragenden Gipfeln. Es folgte jetzt der Abstieg durch den Stiergraben, meist im Wald, und es zog sich etwas hin, bis wir das offene Gelände der Priesbergalm erreichten. Hier gönnten wir uns nochmal eine kleine Pause vor dem „Endspurt“ zurück nach Hinterbrand. Zufrieden nach einer durchaus langen, aber herrlichen Bergtour, noch dazu bei unerwartet guten Wetterverhältnissen, stiegen wir in den DAV-Bus zur Heimfahrt. Fotos: Federholzner, Baumgartner Bericht: Baumgartner

Gemeinsam anpacken beim World Clean Up Day!

Auch in diesem Jahr beteiligen wir uns wieder am World Clean Up Day und laden herzlich zur gemeinsamen Müllsammelaktion am Samstag, den 20. September 2025 ein – organisiert in Kooperation mit dem Haus der Begegnung Burghausen. Achtung, geänderter Treffpunkt! Anders als in den vergangenen Jahren treffen wir uns nicht an der Kletterhalle, sondern dieses Jahr um 9:00 Uhr im Innenhof des Hauses der Begegnung. Nach einer kurzen Begrüßung und einem Impuls von Ludwig Raischl starten wir unsere Sammelaktion in der Altstadt. Im Anschluss lassen wir den Vormittag bei einer gemeinsamen Brotzeit gemütlich ausklingen. Bitte Handschuhe mitbringen! Eine begrenzte Anzahl an Eimern und Greifzangen wird bereitgestellt. Wir freuen uns auf Euch!

Bergwoche 2025 im Kleinwalsertal: Großer Widderstein (2.533m)

Nach einem regnerischen Tag war am 3. Tag der Bergwoche wieder gutes Wetter angesagt und so konnten wir die Tour auf den höchsten Berg im Kleinwalsertal, den Großen Widderstein, angehen. Bequem fuhren wir mit dem Walserbus morgens ans Talende. Erst ging es recht gemütlich hinein ins Gemsteltal, meist noch im Wald, bis wir dann doch zügig bergauf stiegen und an der Oberen Gemstelalpe vorbei den Gemstelpass erreichten. Bald war nun die Widdersteinhütte (2.010m) nach 2 ½ h Gehzeit erreicht und unser Ziel stand in voller Pracht vor uns. Wir hielten uns aber nicht lange auf, denn immerhin hatten wir noch fordernde 500Hm Gipfelanstieg vor uns. Schnell waren wir in einem felsigen, teils recht steilen alpinen Steig und hin und wieder musste man schon mal mit den Händen hinlangen. Nach 1 ½ h „im Fels“ war der Große Widderstein erklommen und wir konnten ein fantastisches Gipfelpanorama genießen. Bei einer kurzen Gipfelbrotzeit sahen wir dann schon bedrohliche Regenwolken heranfliegen und wir machten uns fluchs an den Abstieg. Es dauerte auch nicht lange, da begann es zu tröpfeln. Bevor wir aber die Regenjacken aus dem Rucksack holen mussten hatten wir schon ¾ des Felsabstiegs geschafft und der leichte Regen war auch bald wieder vorbei. Für den Abstieg ins Tal machten wir uns dann auf den Weg zum Hochalppass und wir waren noch nicht weit gegangen, als plötzlich hinter einem großen Stein ein Mankei (Murmeltier) aus seinem Bau kroch und uns frech begutachtete. Nach einer entsprechenden Fotosession ging es dann weiter auf stellenweise matschigem Pfad ins Bärgunttal hinab, bis wir endlich die Bärguntalm erreichten. Freudig trafen wir dort noch Harald an, dessen Gruppe schon abmarschiert war, und wir gönnten uns zusammen eine wohlverdiente Erfrischung. Der Abstieg zur Bushaltestelle in Baad war dann schnell geschafft und wir kehrten noch rechtzeitig zum Abendessen zum Hotel zurück.   Beitrag: Maximilian Baumgartner Fotos: Baumgartner, Obersteiner

Kopftörlgrat – Wilder Kaiser

Die Kletter-Oldies waren wieder mal unterwegs. Am 04. September 2025 ging es zum Kopftörlgrat im Wilden Kaiser. Bericht: Wolfgang Ermer Um 4 Uhr holte mich Stefan in Kastl ab. Schon im Auto waren Tobi und Erwin. In Kirchweidach kam noch Martin dazu. Über Reit im Winkl, Kössen, St. Johann und Elmau hoch zur Wochenbrunner Alm. Um 6 Uhr gingen wir los und um 7 Uhr passierten wir die Grutten Hütte und stiegen in den Geröllkessel unterhalb des Törls hoch. Der Wandweg führt zuletzt seilversichert und steil hoch zum Kopftörl. Nachdem wir den Spalt hinter der riesigen Platte passiert hatten, standen wir kurz nach 8 Uhr am Kopftörl. Es war noch etwas frisch als wir unsere Klettergurte anlegten. Diese brauchten wir vorerst nicht, da erst mal eine 300 m lange Querung zum zweiten Turm zu gehen war. Das Gelände ist einigermaßen steil und ausgesetzt. Vorsicht war daher angesagt. Den Pfadspuren, schwachen roten Punkten und Steinmännchen folgend erreichten wir bald den zweiten Turm. Hier kamen die beiden Seile aus dem Rucksack. Erwin, Martin und Tobi bildeten eine Seilschaft, wobei Tobi 5 m vor Seilende mit einem Sackstich eingebunden wurde. An den Ständen finden sich zumeist Klebehaken, Zwischensicherungen sind jedoch nur sehr spärlich vorhanden. Hier war gute „Moral“ der Vorsteiger gefragt. Wenn man oben ist geht’s natürlich auch wieder runter. Seilfrei stiegen wir die 80 m zum 3. Turm ab. Gehgelände im 1. - 2. Schwierigkeitsgrad. Drei Seillängen führen auf den dritten Turm. Oben geht’s noch unter einem großen Klemmblock durch. Südseitig querten wir etwas unterhalb wieder seilfrei zum 4ten Turm auch Leuchsturm. Hier führen 4 Seillängen hoch. Die Bewertung mit 3-, 3 ist durchaus streng, ein Kaiser 3er eben, der sich deutlich schwerer anfühlt. Oben findet sich eine Bergrettungsbox und etwas weiter rot die Markierung NA welche mit roten Punkten zum Notabstieg führt. Das Seil wurde wieder aufgenommen und wir stiegen zum Fuß des fünften Turms ab. Davor kam jedoch eine der Schlüsselstellen der Tour. Ein schmaler Spalt zwischen einer abgesprengten Platte und dem Fels führt nach unten zu einem Abbruch. Der Rucksack mußte ab und seitwärts schiebt man sich auf den Abbruch zu. Mit einem Friend schaffen wir einen Sicherungspunkt und ich steige vorsichtigst auf einen schmalen Sims. Rechts in der Wand dann ein geklebter Haken. Nun ging es weiter nach rechts querend in eine glatte Platte und dann abwärts zu einem Aufschwung vor dem nächsten Klebehaken am 5ten Turm, dem Kaputzen-Turm. Dieser wird nicht erstiegen. Vom Stand ging es eine gut griffige Rampe hoch und unschwierig weiter zum Stand vor dem sechsten Turm. Eine Seillänge und wir waren oben. Nun folgte die Querung Richtung Elmauer Halt. Zuvor mußte aber ein kleiner Turm nordseitig, recht unangenehm da abdrängend, umgangen werden. Nach Aufstieg auf eine glatte Platte standen wir am Fuß des Gipfelaufschwungs. Stefan stieg vor. Unterdessen hatte uns die nachfolgende Seilschaft eingeholt.…